Mit verschriebene Medikamente in Verkehrskontrolle

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Mit verschriebene Medikamente in Verkehrskontrolle

Beitragvon nobby1 » Sa 20. Mai 2017, 12:08

Hallo l
Ich bin seit 5 Jahren Schmerzpatient und mache auch solange schon unter der Betreuung eines Schmerztherapeuten eine Therapie .Nun nehme ich täglich eine Tablette Morphin retard 60 mg, und Abends eine Targin 10 mg. In der Nacht zum Dienstag gegen 0.20 Uhr, bin ich gerade nach Feierabend runter vom Firmengelände mit meinem Auto, und im nächsten Kreisverkehr fuhr eine Polizeistreife. Diese liessen mich im Kreisverkehr an sich vorbei fahren, und folgten mir dann.
Lampen an…." Polizei…Stopp „….
Ich zeigte meine Papiere, und der Polizist sagte, dass sie zur zeit verstärkte Kontrollen wegen Drogen und Alkohol machen würden. Ob ich eines der beiden zu mir genommen hätte, beantwortete ich natürlich mit nein.

Er leuchtete mit mit der Taschenlampe in die Augen, und meinte dass meine Pupillen nicht wie erwartet reagieren würden.
Ob ich mit einem Drogen schnell test einverstanden wäre. Da ich ja bewusst nichts genommen habe, willigte ich ein.
Nach 10 Minuten gab er mir die Papiere wieder, und liess mich weiter fahren.
Als ich gerade los fahren wollte, kam er zurück und sagte ich sollte nochmal warten, es wäre wohl bei den Opiaten nicht der gewünschte zweite strich. Darauf sagte ich, dass ich seit Jahren täglich eine b.z.w zwei Morphium Tabletten nehme. Diese zeigte ich ihm auch, und zeigte ihm auch die Implantatsausweise.
Trotzdem nahmen sie mich mit zur Wache zur Blutabnahme.
Wegen den mir bis zu diesem Zeitpunkt unbekannten § 24 a
Als der Amtsarzt erschien, wurde ihm die Sachlage erklärt, und dass ich auch keine Ausfallerscheinungen hatte, sonder nur in einer " normalen " Verkehrskontrolle war.
Wenn es nach dem Amtsarzt gegangen wäre, hätte er mir kein Blut abgenommen, da meine Erklärung mit den Ausweisen und den verschriebenden Medikamente glaubhaft erschien, und dadurch auch Fahrtüchtig wäre
Aber die Polizei bestand auf die BE. Am nächsten morgen rief ich sofort bei meinem Schmerztherapheuten an, und erklärte ihm den Sachverhalt.
Er sagte ich sollte mal ganz gelassen bleiben…….
Spätestens da hätte er mir ja das Auto fahren verbieten müssen.
Das hat er aber nicht, sondern mir einen Tag später einen Opioid Ausweis zukommen lassen.
Auch um einen Anwalt habe ich mich schon gekümmert. Er meinte eigentlich hätten die mir gar kein Blut abnehmen dürfen.
Und den § 24a habe ich natürlich auch studiert.
" Satz 1 gilt nicht, wenn die Substanzen aus der bestimmungsmäßigen Einahme eines für einen konkreten Krankheitsfall verschriebenen Arzneimittel herrührt "
Nun mache ich mir aber trotzdem sorgen, dass ich trotzdem verknackt werde. Das heißt Geldbuße 500 € und einen Monat Fahrverbot.
Oder kann ich mich wirklich entspannt zurück lehnen ?

Sorry für die lange Geschichte.
M.F.G Nobby
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Re: Mit verschriebene Medikamente in Verkehrskontrolle

Beitragvon nobby1 » Sa 20. Mai 2017, 12:30

ich möchte noch hinzu fügen, dass ich keinerlei Unterschriften auf der Wache abgeben musste. Z,b Aussage Protokoll oder Blutabnahme. Und dieser Amtsarzt wollte auf jeden Fall auf sein Protokoll zusätzlich bei schreiben, dass meine Angaben sehr glaubwürdig waren, keinerlei Ausfallerscheinungen zeigte, und er auch Einsicht in meine Implantatsausweise hatte. Dadurch war es glaubhaft, die 2 Tabletten täglich nur zur Schmerzlinderung und nicht missbräuchlich zu verwenden..
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Re: Mit verschriebene Medikamente in Verkehrskontrolle

Beitragvon nobby1 » So 21. Mai 2017, 12:43

Würde es Sinn machen, jetzt nach 14 Tagen bei der Polizei Wache den Opiod Ausweis nach zu reichen ?
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Re: Mit verschriebene Medikamente in Verkehrskontrolle

Beitragvon MorkvomOrk » So 28. Mai 2017, 04:21

Wenn der bei der Blutuntersuchung festgestellte Opiatwert mit der verordneten Einnahme der Tabletten erklärbar ist, ist für eine Ahndung wg. des dann vorliegenden bestimmungsgemäßen Gebrauchs und der entsprechenden Regelung des § 24a StVG kein Raum für ein Fahrverbot bzw. eine Geldstrafe.
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Re: Mit verschriebene Medikamente in Verkehrskontrolle

Beitragvon nobby1 » Sa 3. Jun 2017, 14:46

Vielen Dank für deine Antwort.
Dann dürfte ich eigentlich nichts zu befürchten haben, weil mein Körper schon seit Jahren auf diese Dosis eingestellt ist, und ich natürlich immer nur die verschriebene Dosis genommen habe.
Wird das der Führerscheinstelle gemeldet ? Weil ich natürlich trotzdem noch Angst vor einer MPU habe.
Ich bin nun 50. Jahre alt , aber es gab in meiner Jugend, da war ich etwa 23 Jahre einen Vorfall Dieser ist nun 27 Jahre her. Damals 1988 Trunkenheit im Verkehr. Vor Ablauf der 2 Jahre hatte ich eine MPU. Diese nicht bestanden , aber nach Teilnahme eines Verkehrs Seminar das damals über 4 Wochen ging, bekam ich einen neuen Führerschein. Ohne Prüfung oder Fahrschule e.c.t. Diesen Führerschein bekam ich im November 1990 ausgestellt. Und in den Jahren bis jetzt, also 27 Jahre, fiel ich nie wieder auf, und bekam auch nie wieder einen Punkt. Jetzt habe ich bedenken, ob mir dieses Delikt noch das Genick brechen kann, oder kann ich von ausgehen, dass dieser Eintrag bei der Führerscheinstelle nicht mehr exestiert.?

Gruß Nobby
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Re: Mit verschriebene Medikamente in Verkehrskontrolle

Beitragvon Mr. T » Sa 3. Jun 2017, 22:22

nobby1 hat geschrieben:kann ich von ausgehen, dass dieser Eintrag bei der Führerscheinstelle nicht mehr exestiert.?
Ja, davon kannst du ausgehen.
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Re: Mit verschriebene Medikamente in Verkehrskontrolle

Beitragvon nobby1 » So 23. Jul 2017, 15:29

Jetzt ist alles auf einmal eingetroffen.
Montag kam Post von der Bußgeldstelle:
680 € Bußgeld, 2 Punkte und einen Monat Fahrverbot.
Donnerstag Post von der Führerscheinstelle:
Ich bekomme die Gelegenheit bis zum 31.07 Ateste vor zu legen, wegen der Einahme von den Medikamente.
Es wird also im ersten Schreiben noch kein ÄG verlangt.

Nun muß ich beide SB von meiner Unschuld überzeugen.
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Re: Mit verschriebene Medikamente in Verkehrskontrolle

Beitragvon nobby1 » Do 27. Jul 2017, 09:44

Thread kann zu gemacht werden.
Die Sache wurde eingestellt.
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