Tilgungshemmung nach positiver MPU

Tilgungshemmung nach positiver MPU

Beitragvon Purzel1997 » Do 6. Apr 2017, 10:16

Hallo,
ich habe folgende Frage:
im Jahr 2000 wurde jemandem wegen Alkohol am Steuer der FS entzogen. Danach gab es Verurteilungen wegen Fahren ohne im Jahr 2004 und 2009 ( 6 Punkte).
Im Jahr 2010 wurde die Fahrerlaubnis nach positiver MPU wiedererteilt.
Danach wurden OWis begangen und zwar:
2011 Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit (3 Punkte)
2012 Mindestabstand nicht eingehalten (3 Punkte)
März 2015: Überholverbot (1 Punkt)
Oktober 2015: Überschreiten Höchstgeschwindigkeit (1 Punkt)
September 2015: Überschreiten Höchstgeschwindigkeit (1 Punkt)
Februar 2016: Ladung nicht gesichert (1 Punkt)
Die Behörde entzog daraufhin die FE, da sie der Auffassung ist, dass die Straftat aus 2004 und 2009 die Tilgung der Owis hemmt.
Der Anwalt ist jedoch der Meinung, dass nur Punkte nach der Neuerteilung noch berücksichtigt werden.
Es gibt ein entsprechendes Urteil des VG München aus 2016. Meine Frage: Gibt es evtl. auch ein Urteil, dass dafür spricht, dass die Punkte durch eine positive MPU nicht getilgt werden? Zumal die positive Prognose ja durch die vielen OWis nach der Neuerteilung widerlegt wird?!
ich freu mich auf Antwort,
vielen Dank
Purzel1997
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Re: Tilgungshemmung nach positiver MPU

Beitragvon MorkvomOrk » Di 18. Apr 2017, 04:19

VG Ansbach, Urt. v. 06/09/13, Az AN 10 K 12.02334
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